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Kompetenzen für die heutige und künftige Wissensgesellschaft

Die Schweiz braucht mehr Ingenieure und vor allem mehr Ingenieurinnen! Das Forum Bildung unterstützt die Förderung von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik sowie eine gendergerechte Berufswahl gemäss individuellen Fähigkeiten und Leistungspotenzial.

 

Das Forum Bildung unterstützt den Erwerb einer breiten fachlichen und persönlichkeitsbildenden Allgemeinbildung auf der Ebene der obligatorischen Schule. Gemäss HarmoS-Konkordat der EDK handelt es sich dabei um die Bereiche Sprachen, Mathematik und Naturwissenschaften, Sozial- und Geisteswissenschaften, Musik, Kunst und Gestaltung, Bewegung und Gesundheit, wobei auch überfachliche Kompetenzen (wie z.B. die Kommunikationsfähigkeit) und fächerübergreifende Themen (wie z.B. die Bildung für eine nachhaltige Entwicklung) eine wichtige Rolle spielen.  Des Weitern wird die Vertiefung und die - sowohl wissenschafts- wie praxisnahe Spezialisierung - auf den nachfolgenden Bildungsstufen unterstützt. Dabei sollte den Anforderungen der heutigen und künftigen Wissensgesellschaft, die zur Teilhabe an Arbeitswelt und Gesellschaft führen, Rechnung getragen werden.

 

Das Bundesamt für Statistik führt verschiedene Indikatoren, die für die Wissensgesellschaft zentral sind. Die Entwicklung der Humanressourcen in den Innovationsbereichen Wissenschaft und Technologie (W+T), insbesondere in den Fachbereichen Mathematik, Naturwissenschaften und Technik, widerspiegeln den strukturellen Wandel hin zu einer Wissensgesellschaft. Hier befindet sich die Schweiz mit 37.9% aktivem Personal (W+T) – u.a. dank Einwanderung von hoch qualifizierten Arbeitskräften - in der europäischen Spitzengruppe, der Durchschnitt liegt bei 27.7%. Die Männer machen 2/3 der W+T-Arbeitskräfte aus. Die Tertiärabschlüsse in den Studiengängen der Mathematik, Naturwissenschaften und Technik liegen in der Schweiz mit 21.8% jedoch im europäischen Durchschnitt von 22.4%, es werden rund viermal mehr Männer als Frauen ausgebildet, womit die tiefe Teilnahme der Frauen in der Schweiz das europäische Schlusslicht bildet. Junge und Frauen sind demzufolge ein wichtiges Potenzial für die hochqualifizierten W+T-Arbeitskräfte im Tertiärbereich. (BFS 2011.)

 

Daraus geht hervor, dass in der Schweiz Handlungsbedarf besteht punkto Entwicklung der beruflichen Kompetenzen für die Wissensgesellschaft. Es sollten mehr Personen in den Innovationsbereichen Wissenschaft und Technologie (W+T) ausgebildet werden, insbesondere Frauen. Diese können sowohl an den Fachhochschulen – über den Weg der Berufsbildung und der Berufsmatura – wie auch an den Universitäten ausgebildet werden. Es dürfte hilfreich sein, wenn möglichst viele Jugendliche, die den Berufsbildungsweg einschlagen, eine Berufsmatura und einen Tertiärstufenabschluss (Höhere Berufsbildung, Fachhochschulabschluss) absolvieren können und wenn junge Frauen auch nach der gymnasialen Matura (in der sie übervertreten sind) in technische und naturwissenschaftliche Studiengänge rekrutiert werden, wie dies in der Westschweiz bereits erfolgreich praktiziert wird. (Siehe http://egalite.heig-vd.ch/Ingenieuse.aspx vom 10.3.11.)

 

Das Forum Bildung unterstützt die Forderung des Bundesrats, der in seiner Studie über den Mangel an Fachkräften in MINT (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) vom August 2010 empfiehlt, das Technikverständnis auf allen Stufen der Volksschule noch mehr zu fördern und den Übergang in die Tertiärstufe zu verbessern. (Siehe http://www.bbt.admin.ch/aktuell/medien/00483/00594/index.html?lang=de&msg-id=34877 vom 10.3.11.)


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