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Integrations- und Führungsfähigkeit der Schulen erhöhen

Im internationalen Vergleich sind Schulen mit einer hohen Integrationsfähigkeit von unterschiedlichen Schülerpotenzialen besonders erfolgreich. Hier haben wir in der Schweiz Aufholbedarf.

 

Im internationalen Vergleich sind Schulen mit einer hohen Integrationsfähigkeit von unterschiedlichen Schülerpotenzialen besonders erfolgreich. Schüler und Schülerinnen werden länger als in der Schweiz ohne mehrgliedrige Stufendifferenzierung (Oberschule / Realschule / Sekundarschule / Gymnasium) ausgebildet. Der Übertritt in die Berufswelt bzw. in die Vorbereitung für einen Hochschuleintritt geschieht kontinuierlich über eine längere Zeit. Erfolgsfaktoren für integrierende Konzepte sind:

 

  • Eine hohe Binnendifferenzierungsfähigkeit und Individualisierung im Unterricht, die sowohl Hochbegabten als auch Leistungsschwächeren gerecht wird.
  • Flankierende Strukturen wie Aufgabenhilfe, Mittagstische, Möglichkeiten für Sozialkontakte, welche in den Schulen massgeschneidert nach lokalen Bedürfnissen angeboten werden. 
  • Eine enge Kooperation mit den Eltern, um die Sozialisation und Lernzielvereinbarungen zu unterstützen.

 

Eine solche integrierte Schule stellt vier wichtige Anforderungen:

  • Sie ist ohne starke Geleitete Schulen nicht funktionsfähig.
  • Sie erfordert entsprechende Lehrmittel inkl. IT-Support, welche individuelles Lernen unterstützen.
  • Sie erfordert hohe Freiräume für die einzelnen Schulen sowie deren Überwachung und Förderung durch die Behörden.
  • Sie stellt hohe Ansprüche an die Lehrpersonen und deren Aus- und Weiterbildung.

 

Die Beispiele aus nordischen Ländern und von Immigrationsländern wie Kanada oder Neuseeland belegen gleichzeitig, dass ein solches Schulsystem pro Schüler auf Dauer nicht teurer, sondern effizienter ist als unser System. Es wären während einer Übergangszeit erhebliche Investitionen in die Lehrerweiterbildung, die Lehrmittelentwicklung und den IT-Support erforderlich.

 

Das Forum Bildung möchte zu folgenden Fragen die Suche nach Lösungen unterstützen:

  • Wie können Freiräume geschaffen und innovative Schulen in der Schweiz in ihrer Professionalisierung und Entwicklung unterstützt oder zumindest nicht behindert werden?
  • Unter welchen Bedingungen können sich auch begabte Kinder und Jugendliche ohne den Preis einer Nivellierung gut entwickeln?
  • Wie kann die Bildungsgerechtigkeit erhöht werden?
  • Wie können Familien und Öffentlichkeit die Potenziale solcher Schulen erkennen, Vertrauen aufbauen und sich vermehrt engagieren?

 

Solche massgeschneiderten Schulen stellen drei wichtige Anforderungen: Sie sind ohne gut ausgebildete Lehrpersonen und Schulleitungen nicht funktionsfähig. Behörden müssen den Schulen kontrollierte, hohe Freiräume gewähren und sie bei deren Ausschöpfung unterstützen. Es sind erhebliche Investitionen in die Lehrerweiterbildung erforderlich, da man nicht die Ablösung von Lehrpersonen durch neu ausgebildete abwarten kann. Der Wechsel verlangt in der Übergangsphase Investitionen. Die Beispiele der nordischen Länder oder Kanadas belegen, dass ein solches Schulsystem auf die Dauer effizient und kostengünstiger gestaltet werden kann. Die Mitwirkung der Eltern in der Schule sollte bei der Gewährung der Niederlassung oder des Bürgerrechts wie zum Beispiel in Kanada eine wesentliche Rolle spielen.


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